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Paris, mon amour – ein Wochenende in der Maison Souquet

Paris. Verruchte Metropole. Hauptstadt der Eleganz und der Kurtisanen.

Seit meinem ersten Besuch bin ich verliebt in diese Stadt. Kann stundenlang an der Seine lang streifen, im Musée d’Orsay vor meinem Lieblingsbild sitzen und in den wunderbaren Restaurants die Abende zu den immer wieder schönsten Abenden meines Lebens werden lassen.

Besonders freue ich mich immer, wenn ich all die Freue noch teilen kann, so wie vor ein paar Wochen, als ich ein traumhaftes Wochenende mit überaus charmanter Begleitung dort verbringen durfte.

Unwissend wo es hingehen wird, stieg ich am Gare de l’Est ins Taxi, durfte nicht hinschauen, als dem Taxifahrer eine kleine Notiz mit der Adresse gegeben wurde – ich solle mich überraschen lassen.
Nun ist Neugier eine meiner großen Schwächen und ich begann zu raten, wo es hingeht… Rive gauche? Rive droite? Nein, ich Richtung Seine ging es gar nicht… Ziemlich schnell ahnte ich, dass wir uns Richtung Montmartre bewegten und ich wurde aufgeregter. Ich liebe das Viertel mit seinen kleinen Gassen und der lebhaften Geschichte. Sah mich schon CanCan tanzen und mit Bohémiens Rotwein trinken. Meine Ahnung bestätigte sich und so hielt unser Fahrer vor einem unscheinbaren Haus in einer kleinen Straße ganz nah am Moulin Rouge. Einzig eine rote Laterne und ein dezentes Schild wiesen und den Weg in unser Hotel- die wunderbare Maison Souquet.

Maison Souquet – ein altes Bordell auf dem Montmartre

Passend zu der Grundlage unserer Liaison ein altes Bordell. Der Eingang im Art déco-Jugendstil, die Bar klein und puffig rot. Zur Begrüßung wurden wir rundgeführt und in die Geschichte des Hauses eingeweiht. Ich habe mich sofort am richtigen Platz gefühlt. Wie wunderschön ist es hier!
Die Zimmer sind, wie in den meisten Pariser Hotels, ziemlich klein. Aber so liebevoll es hier eingerichtet ist, so wenig macht es etwas aus. Seidentapeten, traumhaften Schlaf versprechende Kissen und Produkte von Hermès runden das Bild ab. Hier bleibe ich gerne.
Nicht nur die Zimmer sind einzigartig, auch das besondere Arrangement, dass man als Gast eine Stunde den Spabereich ganz für sich haben kann, ist sehr verlockend. Haben wir natürlich zu Genüge und gegenseitigem Genuss ausgeschöpft…

When in Paris hold on to cinq á sept

Die zwei Stunden zwischen Arbeit und nach Hause kommen sind in Frankreich traditionell reserviert für ungezogenen Verhältnisse, Geliebtenbesuche und das Vergnügen in Hotels. Ich weiß selbstverständlich, was sich gehört und widme mich mit Leidenschaft dieser Vorgabe.
Und mit gleicher Leidenschaft widme ich mich dem Champagnertrinken, dem herrlichen Getränk der Dekadenz, in der Maison serviert in ziselierten Kelchen. Eine Augenweide. Auf der Karte stehen zwar auch sehr verlockende Cocktails und tolle Weine, aber vor dem Dinner und in dieser Umgebung passt einfach nur Champagner.

Allzusehr möchte ich jetzt nicht mehr ins Detail gehen, wie heißt es so schön – man schweigt und genießt.
Was übrig bleibt ist eine uneingeschränkte Hotelempfehlung für die Maison Souquet.
Es wird definitiv nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein!

Paris hat mich mal wieder um den Finger gewickelt – Ich möchte so schnell es geht wieder zurück!
(..denn meine Macarons-Vorräte sind zur Neige gegangen. Ich finde, das ist ein valider Grund sofort in den Flieger zu steigen.)

KussKuss
Alice

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