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Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen!

Wie man schon unschwer an dem Artikel unten drunter erkennen kann, ich war in Strasbourg! Und es war wunderschön!

Diese Stadt voller Geschichte, schöner Häuser und leckerer Restaurants hat meine Erwartungen übertroffen und ich war sicher nicht das letzte Mal dort zu Besuch. Schuld daran hat sicher auch das schöne Hotel, in dem ich Übernachtet habe, das „Cour du Corbeau“, von dem ich etwas erzählen möchte.

Das Hotel aus dem 16. Jahrhundert hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich, immer schon als Herberge vorgesehen, übernachteten hier unter anderem Voltaire, Friedrich der Große (inkognito) und andere interessante historische Persönlichkeiten.

2007 wurde das Haus vorsichtig restauriert, die Zimmer und Suiten sind sehr luftig und groß. Dunkler Holzboden, helle Wände, weiß-violette Louis XVI Möbel, Badezimmer und Toilette getrennt. Das Bett hat eine durchgehende Matratze und war wirklich sehr bequem! Kleines Manko – wer Federkissen haben möchte, muss diese an der Rezeption erbitten.

Das Personal ist sehr freundlich, zuvorkommend und extrem hilfsbereit. Ich habe zwischenzeitlich kurz vermutet, dass gedacht wurde, ich sei eine Hoteltesterin, weil ich so verhätschelt wurde
Der Aufzug ist direkt hinter der Rezeption und ohne Schlüsselkarte benutzbar. Da das Personal sehr aufmerksam ist, sollte man sich am Besten draußen treffen.

Am ersten Abend habe ich den Zimmerservice ausprobiert, man kann dort aus einer kleinen Karte wählen, die eine Hälfte der Gerichte ist nur bis 23Uhr verfügbar, da sie von einem naheliegenden Restaurant kommen, die andere Hälfte aus der Hotelküche kann man rund um die Uhr bestellen.
Das Essen vom Restaurant war hervorragend, die Nudeln des Hotels haben mich leider etwas enttäuscht.
Das Frühstück wiederum war wirklich gut, französische Croissants sind halt auch nur in Frankreich so lecker *g*

Mein großer Kritikpunkt an dem Haus ist die Hellhörigkeit. Mein Zimmer lag zum Einen direkt über einer kleinen Gasse und man hat trotz Doppelverglasung die Gäste des Restaurants gehört. Zum Anderen konnte ich ohne Probleme mitverfolgen, wie ein anderer Zimmergast abends und das Zimmermädchen morgens lustig die Möbel verrückt haben…

Noch kurz zur Lage: Das Hotel liegt südlich der Altstadt, eine Minute von der L’Ill entfernt, zur Cathedrale dauert es fünf Minuten.
Mit dem Auto ist es etwas kompliziert zu finden, wenn man nicht weiß, wo man rein muss. Die Rue des Couples ist eine kleine Gasse, die von einem Poller verschlossen wird. Der Trick ist: Davor halten, Klingel links unten drücken (offensichtlich für kleine Hunde konstruiert, ein Mensch muss sich sehr weit nach unten bücken), Rezeption meldet sich und lässt den Poller runterfahren. Am Ende der Gasse befindet sich das Hotel.
Das Auto wird gerne im nahe liegenden Parkhaus geparkt, man selber muss sich um nichts mehr kümmern. Hätte ich das geahnt, hätte ich mein Auto aufgeräumt…
Gefreut hat mich das kleine Gimmick bei meiner Abreise in Form einer Flasche Wasser und eines Snacks auf meinem Beifahrersitz.

Mich wird es sicher noch oft nach Strasbourg ziehen und dann sicherlich auch immer wieder in das Cour du Corbeau. Das zuvorkommende Personal und das sehr schöne Haus lassen die kleinen Mankos gerne übersehen.

Nachdem ich eine Nacht länger als geplant in Strasbourg geblieben bin, ging es noch kurz zum obligatorischen Großeinkauf im Carrefour (Friands! Danette! Mehr Friands! Kekse! Chips!), ohne den ich nicht nach Deutschland zurückkehren kann. Ich habe eine komische, aber sehr ausgeprägte Leidenschaft für französische (und auch holländische) Supermärkte.

Der Weg von Strasbourg zurück nach Köln führte mich über Autobahnen, die ich noch nicht oft gefahren bin und an denen ich auch nicht oft lang komme. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und bin noch kurz in Speyer rausgefahren, um mir den Dom anzuschauen. Das war eine großartige Idee, ich habe selten eine solchen historischen Orgasmus bekommen wie dort. Manche Bauwerke strahlen eine solche Kraft und Bedeutung aus, da werde selbst ich sprachlos.
Für einen zweiten Abstecher nach Worms war es leider zu spät, das wird ein anderes Mal nachgeholt.

Mein kleiner Wochenendtrip hat sich vollkommen gelohnt, ich sollte öfter aus dem Rheinland raus!

KussKuss Alice
PS: Ja, der letzte Satz war ein Wink mit dem Zaunpfahl. Zukünftige Wochenendetripbegleiter sollten sich auch noch hier umschauen.

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